24.05.13 Dienst
18.05.13 JF-Dienst
| Über 60 Jahre Freiwillige Feuerwehr Plüschow, dass heißt über 60 Jahre freiwillig für den Brandschutz tätig sein. Bereits im Jahre 1876 erhielt unsere Gemeinde eine Handdruckspritze, welche im Spritzenhaus am Dorfteich Naschendorf untergebracht war. Zu diesem Zeitpunkt bestand eine Feuerwehrpflicht, d.h. bei |
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| einem Feuer, war jeder männliche Einwohner im Alter von 16 bis 60 Jahren verpflichtet, sich beim Feuer einzufinden. Die Leitung an der Brandstelle hatte der Brandmeister, welcher Bürgermeister war. Für die Handdruckspritze war der Spritzenmeister verantwortlich, er erhielt jährlich eine Entschädigung von 45 Deutschen Mark. Dieses Geld musste von den Orten | |
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Naschendorf, Hilgendorf, Meierstorf, Barendorf und Jameln aufgebracht werden. Die Feuerwehrpflicht galt noch bis nach dem 2. Weltkrieg. Am 08. Mai 1949 wurde im Lokal „Henning“ |
Feuerwehr gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten: Clasen, Hans Sen.; Rueß, Kurt-Heinz; die Brüder Werner und Herbert Linshöft; Helmut Beseke; Franz Jahnel; Bruno Dorroch; Paul Dopke; Erich Lamprecht und Erich Burghardt. Zum Wehrleiter wurde Hans Clasen sen. gewählt, sein Stellvertreter wurde Erich Burghardt. Im Januar 1952 erhielt die Wehr eine Motorspritze mit Geräten und Wagen, die Spritze hatte eine Leistung von 300 l/min. Bereits im März 1952 wurde die Spritze gegen eine neue Tragkraftspritze TS 8 mit einer Leistung von 800 l/min ausgetauscht. Dazu gehörten ein Anhänger mit Geräten und Schläuchen. Die Mitgliedsstärke war auf 11 Kameraden angewachsen. Dienste wurden 2x imMonat durchgeführt. Im März 1955 wurde die FF Naschendorf „Zentralkommando“ für die Feuerwehr Hilgendorf, Pravtshagen, Rüting, Wüstenmark und Schönhof. Zum Leiter wurde Kam. Brandmeister Erich Burghardt berufen, sein Haus erhielt einen Telefonanschluss und eine elektrische Sirene |
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1956 wurden die Feuerwehren und die Gemeinden Hilgendorf und Naschendorf vereinigt, dieses resultierte aus einer |
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| Im Januar 1958 erhielt die Wehr ihr erstes Löschfahrzeug LF 8 vom Typ „Granit 27“ mit 50 PS. Hieran wurde der vorhandene Tragkraftspritzenanhänger mit der TS 8 angehängt. | ||
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Das neue Fahrzeug machte einen Umbau am alten Spritzenhaus erforderlich. In Eigenleistung wurde dieses Bauvorhaben verwirklicht. Bereits 1 Jahr später wurde das Fahrzeug gegen ein neues Löschfahrzeug ausgetauscht. Es wurde ein LF LKW - TS 8 - STA zugeführt. |
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| Das Fahrzeug war geländegängig, hatte die TS 8 auf der Ladefläche und zog ein Schlauchtransportanhänger mit 420 Meter Druckschläuche. Neben diesem Fahrzeug hatte die Wehr noch einen TSA mit TS 8 zur Verfügung, da bei überörtlichen Einsätzen, der | ![]() |
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Schutz der der eigenen Gemeinde gewährleistet sein musste.In dieser Zeit hatte die Wehr 24 aktive Kameraden. Im Jahre 1960 erfolgte die nächste Gebietsreform, die Gemeinde bestand danach aus den Ortsteilen Hilgendorf, Naschendorf, Waldeck, Meierstorf, Plüschow und Friedrichshagen. Für die Kommandostelle Naschendorf war Löschmeister Kurt Fandrich und für die Kommandostelle Plüschow Löschmeister Gerhard Grodde verantwortlich. Die Mitgliedsstärke betrug 34 Kameraden. 1963 wurde eine Frauengruppe in der Wehr gegründet. Die Frauen Brigitte Krüger; Thea Teschke; Sophie Kolz; Liesbeth Weiß; Edith |
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In den Jahren 1967 bis 1979 gab es mehrere Wechsel in der Führung der Wehr. 1979 wurde die gesamte Leitung umgebildet. |
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Am 23.04.1979 erhielt die Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 LKW - TSA vom Typ „Robur 2002 A“. Neue Merkmale des Fahrzeugs waren: geländegängig, eine zusätzliche Vorbaupumpe, Heizung im Mannschaftsraum, Atemschutzgeräte und Schlauchanhänger mit ca. 700 Meter B-Druckschläuche. |
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Das neue Fahrzeug war sehr gut, nur wo sollte es untergestellt werden? |
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| Erstmals wurde ein Raum für Schulung und Ausbildung geschaffen, der mit Nachtspeicheröfen geheizt wurde. Aus finanziellen Gründen fehlten leider die Toiletten. 1983 wurden die ersten Frauen in die Wehrleitung berufen. Die Kameradin Lisa Rabe übernahm die Funktion des Stellvertreter für vorbeugenden Brandschutz und die Kameradin Hannelore Parbs wurde Gruppenführerin der Frauengruppe. |
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Die Kommandostelle Plüschow erhielt ein ausgesondertes Tanklöschfahrzeug. |
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1989 wurde erstmals in der Geschichte der Wehr die Wehrführung von den aktiven Mitgliedern gewählt.Ein Vorstand verwaltete die Geschicke der Wehr und beschloss eine Satzung. Zum Wehrführer für die nächsten 5 Jahre wurde Kam. Dieter Brock einstimmig gewählt, sein Stellvertreter wurde Kam. Hartwig Albrecht. Beide wurden von der Gemeindevertretung zu Ehrenbeamten ernannt und mussten einen Amtseid ablegen. |
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1989 wurden die ersten Kontakte zu unserer Partnerwehr in Eckhorst aufgenommen. |
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Am 16.10.1993 wurde eine Jugendgruppe aufgestellt. |
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Einsatzabteilung. Die Fahrzeuge unserer Wehr wurden mit Verkehrsfunkanlagen ausgerüstet, die vom Staat finanziert wurden. Außerdem beschaffte die Gemeinde 10 Funkmeldeempfänger und lies die Sirenen auf Funksteuerung umstellen. Durch diese Maßnahmen wurden eine bessere Alarmierung und kürzere Ausrückzeiten ermöglicht. |
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1996 übernahmen wir ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 - W 50 von der Bundeswehr. |
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| Ebenfalls sollte zum 50-Jubiläum der Wehr ein neues Löschfahrzeug beschafft werden. | |||
Zur Freude der Kameradinnen und der Kameraden der Wehr konnten beide Vorhaben realisiert werden. Mit einer großen Feier wurde 1998 das Gerätehaus eingeweiht. |
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Am 08. Mai 1999 wurde ein LF 8/6 an die Wehr übergeben und die Funktechnik um 2 Handsprechfunkgeräte und 14 Funkmeldeempfänger erweitert. Das TLF 16 von Plüschow wurde nun auch in Naschendorf untergebracht. Im Jahr 2000 wurde für das LF 8/6 eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 von |
Ziegler beschafft. 2000 erreichte die Wehr eine Stärke von 31 Einsatzkräften, 8 Reservekräften, 12 Mitglieder der Ehrenabteilung und 15 Mitglieder der Jugendgruppe.
Die Wehrführung war stets bestrebt einen hohen Ausbildungsstand zu erreichen, dass wurde durch eigene Schulung und Ausbildung in der Wehr (2x monatlich), bei der Kreisausbildung und bei der Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule erreicht. Bei der Überprüfung der Wehr, durch die Fachdienstaufsicht des Kreises, wurde der Wehrführung und der Gemeinde eine sehr gute Note erteilt. Wir, die Angehörigen der Wehr, sind Bürger der Gemeinde, die sich der Aufgabe verschrieben haben, Mitbürger aus der Not zu helfen, wie unsere Kameraden, die vor 60 Jahren die Feuerwehr gründeten. Naschendorf, den 08. Mai 2009 |
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